.
.
01.09.2010 19:28 Sparpläne gefährden soziale Balance
Die Bundesregierung hat im Rahmen ihres Sparpakets die Halbierung der Städtebauförderung von rund 600 auf 300 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Eine Kürzung um 50% - das ist das Aus für viele Sanierungsvorhaben und Quartiersmanagements.
25.08.2010 18:40 Koalition reagiert endlich auf Datenschutzskandale
Nach dem Gesetzentwurf der Koalition wären die heimlichen Überwachungspraktiken, die Lidl, die Deutsche Bahn oder Burger King letztes Jahr für ihre Beschäftigen verwendet haben, erfreulicherweise nicht mehr erlaubt, dafür können Beschäftigte jetzt um so intensiver offen und permanent überwacht werden.
19.08.2010 17:00 Röslers Gesundheitspolitik ist sozial ungerecht und verantwortungslos
Mit dem Säumniszuschlag von bis zu 225 Euro pflückt die schwarz-gelbe Bundesregierung auch das letzte soziale Feigenblatt von den Zusatzbeiträgen.
Ein Service von websozis.info
Uwe Jean Heuser:
Humanomics – Die Entdeckung des Menschen in der Wirtschaft
Campus Verlag Frankfurt/New York (2008)
Der Autor ist Leiter der Wirtschaftsredaktion der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ und es gelingt ihm mit seiner Publikation recht gut, die neuesten Forschungsergebnisse und die Umwälzungen in den Wirtschaftswissenschaften allgemeinverständlich aufzubereiten. Vom vielzitierten „homo oeconomicus“, der scheinbar streng rational seinen wirtschaftlichen Nutzen mehrt, bleibt demzufolge nicht viel übrig. Das bisherige Fundament der Wirtschaftswissenschaft wird brüchig, denn die nicht-ökonomischen Handlungsmotive prägen viel zu oft auch unsere wirtschaftlichen Entscheidungen - auch wenn sie den eigenen Nutzen keineswegs mehren. Die Wirtschaftswissenschaften müssen die Erkenntnisse von Hirnforschern, Neurobiologen oder Psychologen vermehrt berücksichtigen, wenn sie das Wirtschaftsgeschehen realistischer als bisher abbilden wollen.
Paul Krugman
Die neue Weltwirtschaftskrise
Campus 1999/2009
Paul Krugman lehrt an der Princeton University, schreibt seit vielen Jahren regelmäßig Kolumnen und ist zudem der gegenwärtige Wirtschaftsnobelpreisträger.
Als „weltweite Wachstumsbremse Nummer eins“ bezeichnet der Starökonom die „Nachfrageschwäche, das heisst die Tatsache, dass erstmals seit zwei Generationen wieder Defizite auf der Nachfrageseite der Wirtschaft bestehen – zu wenig privater Konsum, um die verfügbare Produktionskapazität auszunutzen“.
Peter Bofinger
Ist der Markt noch zu retten ? – Warum wir jetzt einen starken Staat brauchen
Econ, 2009
Peter Bofinger ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Würzburg und derzeit Mitglied des Sachverständigenrates.
Der Autor weist anhand zahlreicher volkswirtschaftlichen Daten nach, dass die deutsche Wirtschaft weder unter einer zu hohen Staats- und Steuerquote leidet, noch an zu hohen Löhnen oder Sozialansprüchen. Im Gegenteil: die Lohnquote befindet sich auf einem historischen Tiefstand, die Sozialansprüche wurden stark beschnitten und alle anderen Industrieländer erheben höhere Steuern als der deutsche Staat. Die Probleme verortet der Wirtschaftsweise in der zu geringen öffentlichen Investitionstätigkeit für Bildung und Infrastruktur, in der schwachen Lohnentwicklung und in der Tatsache, das der Sozialstaat zu stark über Sozialabgaben statt über Steuern finanziert wird.