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News :

01.09.2010 19:28 Sparpläne gefährden soziale Balance
Die Bundesregierung hat im Rahmen ihres Sparpakets die Halbierung der Städtebauförderung von rund 600 auf 300 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Eine Kürzung um 50% - das ist das Aus für viele Sanierungsvorhaben und Quartiersmanagements.

25.08.2010 18:40 Koalition reagiert endlich auf Datenschutzskandale
Nach dem Gesetzentwurf der Koalition wären die heimlichen Überwachungspraktiken, die Lidl, die Deutsche Bahn oder Burger King letztes Jahr für ihre Beschäftigen verwendet haben, erfreulicherweise nicht mehr erlaubt, dafür können Beschäftigte jetzt um so intensiver offen und permanent überwacht werden.

19.08.2010 17:00 Röslers Gesundheitspolitik ist sozial ungerecht und verantwortungslos
Mit dem Säumniszuschlag von bis zu 225 Euro pflückt die schwarz-gelbe Bundesregierung auch das letzte soziale Feigenblatt von den Zusatzbeiträgen.

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SPD-Wirtschaftsfachtagung „Wege aus der Krise“ :

Veranstaltungen


UN-Chefökonom Heiner Flassbeck: „Die Kasinos endlich schliessen“
Flassbeck fordert Rückkehr zu streng regulierten Finanzmärkten – Vorübergehend höhere Staatsverschuldung unausweichlich

Mit heftiger Kritik an der Politik der Finanzmarktliberalisierung der letzten Jahrzehnte leitete der Chefökonom der UNCTAD seinen Vortrag ein, den er im Rahmen der SPD-Wirtschaftsfachtagung am 01. August im Lifestyle-Hotel in Landshut hielt. SPD-Bundestagskandidat Harald Unfried hatte den renommierten Ökonomen nach Landshut eingeladen. Unfried begründete dies vor allem damit, dass Flassbeck schon vor vielen Jahren ein Konzept zur Kontrolle der Finanzmärkte vorgelegt und den Zusammenbruch der freien Finanzmärkte zu einer Zeit vorausgesagt habe, als die Wirtschaftselite dieses Landes noch von der „Effizienz freier Kapitalmärkte“ fabulierte. Dies verleihe ihm eine besondere Autorität, über die Ursachen der Finanzkrise zu sprechen und Lösungswege aufzuzeigen.

Vor dem Auditorium begründete der Starökonom seine Auffassung, dass die sich selbst überlassenen Kapitalmärkte regelmässig dazu tendierten, spekulative Blasen hervorzutreiben, die die gesamte Wirtschaft in Mitleidenschaft zögen. Das Zockerspiel würde umso gefährlich, wenn der Großteil der Spekulation mit Schulden finanziert sei. Nur die Zentralbanken und der Staat könnten in der gegenwärtigen Situation die Lage mit frischem Geld stabilisieren. Doch dürfe der Staat nach seinen kostspieligen Rettungsaktionen zugunsten der Banken nicht einfach zu den alten Verhältnissen zurückkehren. Er müsse die Finanzmärkte einer straffen Regulierung und strengen Eigenkapitalvorschriften unterwerfen und müsse auch manche Spekulationspraxis wie etwa Leerverkäufe oder die Rohstoffspekulation schlicht unterbinden. Erst wenn die Gefahr einer erneuten Blasenbildung und der Deflation gebannt sei, könne die Wirtschaft wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Der Politik stellte der Ökonom kein gutes Zeugnis aus. Viel zu zögerlich seien die Konjunkturpakete ins Werk gesetzt worden. Zudem vermisse er die Umsetzung der angekündigten Regulierungsmaßnahmen im Finanzsektor. Dies sei ein Vabanquespiel, denn viele Zocker witterten längst schon wieder Morgenluft.

 

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