
Florian Pronold, Harald Unfried, Johanna Werner-Muggendorfer und Peer Steinbrück
Beinahe 3000 Menschen drängten sich beim Politischen Gillamoos am 07. September ins Jungbräu-Festzelt, um den amtierenden Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sprechen zu hören. Die Lokalmatadorin Johanna Werner-Muggendorfer (MdL) sowie der bayerische SPD-Chef Florian Pronold eröffneten die Veranstaltung. Peer Steinbrück überzeugte die Besucher mit viel Witz, Selbstironie und ebenso klaren wie auch ehrlichen politischen Botschaften. Angesichts der Einnahmeausfälle, die die Finanzkrise dem Staat bescherten, seien grossangelegte Steuersenkungen nicht zu finanzieren. Möglich sei es aber, für mehr Steuergerechtigkeit zu sorgen. Die kleinen und mittleren Einkommen könnten mit weiteren 5 Mrd Euro entlastet werden. Dafür müssten dann allerdings die Spitzeneinkommen und Managergehälter stärker herangezogen werden. Vor allem müsse es darum gehen, dass vor allem die Verursacher der Finanzkrise für die Kosten aufzukommen hätten. Im Anschluss an Peer Steinbrück, skizzierte SPD-Bundestagskandidat Harald Unfried die Alternativen, die am 27. September zur Wahl stünden. Bei der Bundestagswahl werde eine Richtungsentscheidung getroffen, ob die Finanzmärkte gezähmt und diese wieder in den Dienst der investierenden Wirtschaft gestellt würden. Oder ob die Spekulationsprofis mit Westerwelle (und Merkel) erneut am grossen Rad drehen könnten - so, als ob nichts passiert wäre. Dies müsse unbedingt verhindert werden. Deshalb gebe es keine vernünftige Alternative zur SPD, die ein konkretes Konzept für strenge Finanzmarktregeln und eine Begrenzung der Managerboni vorgelegt habe


